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WETTBEWERB NEUBAU WOHNANLAGEN HANS-UNTERMÜLLER-STRASSE 37

Auslober: IIG - Innsbrucker Immobilien GmbH & Co KG und HARTERHOF GmbH

Standort:  Innsbruck / Tirol

Nutzung: Wohnbau

Projektdauer: Juni  - Oktober 2025

Grundstück: ca. 6.080 m²

NF: ca. 3.760 m²

PLANUNGSTEAM

  Architektur: DI Karin Demarki / Thomas Leist / Talla Elchazali

  Modellbau: Steck Modellarchitektur, Innsbruck

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Städtebauliche Lösung
Der Entwurf für die Bauaufgabe versteht sich als Antwort auf die spezifischen Gegebenheiten des Grundstücks zwischen Vegetations- und Siedlungsrand und die topografischen Herausforderungen des Hanggrundstücks unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und sozial-ökologischen Anforderungen. Vier eigenständige Baukörper orientieren sich in ihrer Ausrichtung an der Grundgrenze und nutzen gezielte Versätze, um großzügige Grünzonen und Durchsichten zu schaffen.
Die Staffelung der Baukörper in der Hanglage ermöglicht es, dass fast alle Wohneinheiten von weiten Aussichten in die umliegende Landschaft profitieren. Die zentrale Leitidee ist die Schaffung eines vielschichtigen Wohnraums, der die Qualitäten des ländlichen Rands mit den Vorteilen urbaner Dichte verbindet.

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Architektur und Freiraum
Hohe Wohnqualität durch Diversität: Die Konzeption gliedert sich in drei klare Zonen ohne scharfe Grenzen:
Public - „Inviting Space“: Die weiten Zwischenräume zwischen den Baukörpern sind als einladende Begegnungsflächen konzipiert. Als zentrale Freiräume mit unterschiedlichen Qualitäten dienen sie als Ort des Austausches und der Interaktion für generationenübergreifende Nutzergruppen. Die Bereiche sind so gestaltet, dass sie fließend ineinander übergehen und die optische Trennung zwischen frei finanzierten und geförderten Lebensbereichen aufgelöst wird.
Halböffentlich - „Spielzimmer“: Diese Bereiche sind direkt an die Erschließungsflächen der Häuser angegliedert und bieten den Bewohnern zusätzliche, semi-private Rückzugsorte. Die Sicht- und Hörverbindung zum öffentlichen Raum ermöglicht soziale Interaktion und fördert das Gemeinschaftsgefühl.
Privat: Die Wohnungen sind konsequent auf eine optimale Belichtung und eine hohe Lebensqualität ausgerichtet. Durch die Hanglage genießen fast alle Einheiten eine freie Aussicht. Freiräume in Form von großzügigen Terrassen, die alle eine sonnige Südwest- oder Südostausrichtung haben, erweitern den Wohnraum ins Freie.

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Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, Gebäudetechnik
Der Entwurf verfolgt ein klares Prinzip der Nachhaltigkeit: „so wenig Haustechnik wie möglich, so viel wie nötig“. Den Grundstein legt ein ökologischer Entwurf, bei dem die Kompaktheit der Gebäude, konstruktiver Sonnenschutz, thermisch entkoppelte Balkone und hochgedämmte Außenhülle für geringen Energiebedarf sorgen. Die Haustechnik
kombiniert eine Wärmepumpe und PV-Kollektorflächen zu einem effizienten zeitgemäßen Gesamtsystem. Die Wahl von ökologischen Materialien sowie minimale Versiegelung des Grundstücks und Beibehalten und Anpflanzen von großem Baumbestand tragen zusätzlich zur ökologischen Qualität bei.

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Die äußere Erscheinung der vier Baukörper ist in ihrer Gestalt und Materialität sorgfältig aufeinander abgestimmt. Die Fassadengestaltung basiert auf einer horizontalen Holzschalung, die dem gesamten Ensemble einen natürlichen und warmen Charakter verleiht. Die Baukörper des geförderten Wohnbaus besitzen Fassaden mit Balkonen in Loggia-Charakter gegliedert. Die Fassaden der frei finanzierter Wohnungen zeichnen sich durch große Glasflächen und offene Balkone aus, die den Blick in die Landschaft freigeben und ein großzügiges Wohngefühl vermitteln. Die Materialität der Fassaden trägt zur Identität des Projekts bei und betont die ökologische Ausrichtung der Planung.

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Funktion und Erschließung
Die Erschließung der Anlage ist ökonomisch, funktional und nutzerfreundlich konzipiert. Zugang zu den Häusern und der Tiefgarage wird von drei bestehenden Höhenpunkten der Straße ermöglicht, was eine effiziente Führung für Fahrräder und Anlieferungen sicherstellt. Die Durchwegung der Anlage garantiert eine direkte und sichere Erreichbarkeit
für Radfahrer und Fußgänger, ohne Konflikte mit motorisiertem Verkehr. Die Einfahrt der Tiefgarage befindet sich westlich der Retentionsfläche beim bestehenden Wendehammer. Die Tiefgarage auf einer Ebene ermöglicht eine einfache Bauweise und minimiert Aushubarbeiten. Ihre Verzweigungen nehmen die Form der Baukörper darüber auf und
sorgen dafür, dass ein Großteil der Fläche unversiegelt bleibt. Tiefwurzelnde Vegetation ist möglich. Die Planung berücksichtigt die Grundstückstrennung für die beiden Auslober/Bauträger und die mögliche Trennung der Bauphasen.

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